„UPDATE – Was heißt Gerechtigkeit heute?“

Cedric Röhrich als Moderator bei Jugendkonferenz in Königswinter (3. bis 4. Juli)

In Kooperation mit der Jungen CDA fand Anfang Juli im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter ein zweitägiges Seminar zum Thema Gerechtigkeit statt.
In vier Workshops wurden unterschiedlichste Methoden angewandt, um neue Perspektiven auf das Thema gewinnen zu können. So wurden die Teilnehmer im Workshop zur diskriminierungsfreien Gesellschaft aufgefordert, sich in andere, weniger privilegierte Menschen hinein zu versetzen.

Unser Mitglied Cedric Röhrich durfte den Workshop „Nachhaltigkeit und Klimapolitik“ moderieren, für welchen Dr. Tobias Spöri aus Wien als Experte angereist war. Dr. Spöri berichtete den interessierten Teilnehmern von den aktuellen Ungerechtigkeiten im Kontext Klimawandel. So kamen geografische, aber auch repräsentative Probleme zum Vorschein. Die zukünftigen Generationen seien in den wenigsten Fällen auch Entscheidungsträger, kristallisierte sich zum Beispiel als eine Ungerechtigkeit heraus. Dr. Spöri berichtete von einem spannenden Szenario in Japan, welches die Teilnehmer besonders interessierte. Beim „Future Design Movement“ treffen Rollenspieler aufeinander. Während sich die einen wie Personen aus der Zukunft kleiden und verhalten, bleiben die anderen jedoch Vertreter der aktuellen, gegenwärtigen Gesellschaft. Miteinander sollen diese beiden Gruppen dann über politische Maßnahmen debattieren.



Ebenfalls sehr interessiert diskutierten die Teilnehmer des von Röhrich moderierten Workshops über die vielen, teilweise sehr kreativen Ideen zum Klimaschutz. So fielen Vorschläge, wie zum Beispiel das Segeln von Containerschiffen, ein 365-Euro-Ticket oder das Überdachen der
Autobahnen mit Solarpanels. Die Teilnehmer wogen unter verschiedenen Vor- und Nachteilen ab, um realistische Lösungsansätze herauszuarbeiten. Beim Segeln mit Containerschiffen stand so am Ende der Debatte der Vorschlag der Emissionsgrenzwerte beim Schiffsbau und bei europäischen Häfen.

Trotz der teilweise verschiedenen parteipolitischen Einstellungen der Teilnehmer, teilte man jedoch das gleiche Wertefundament. Der christdemokratische Gedanke der Eigenverantwortung kam besonders nochmal beim Vorschlag der Abschaffung von Steuervorteilen für Firmenwagen zum Vorschein. So fährt man selbst in der Regel mit Firmenwagen schneller und verschwenderischer, was man mit einem Privatwagen nicht unbedingt machen würde.
(Cedric Röhrich)